Lesung Delle Kriese: Nach der Schlacht – die Renft-Story

Delle Kriese, Diplom-Historiker, der die Musik mehr liebt als den Hörsaal, spielte in verschiedensten Bands der DDR und gehört heute zu den lebenden Legenden des DDR-Rocks.
Nach der Wende arbeitete er auch mit vielen anderen Künstlern wie Rio Reiser und Gerhard Gundermann zusammen, war jedoch vor allem von 1994 bis 2020 als Schlagzeuger bei RENFT aktiv – eine Zeit, die ihn wohl am stärksten prägte.
Mit seinen Büchern „Nach der Schlacht – Die RENFT-Story“ Teil I und II setzt er nicht nur ein Zeichen gegen das Vergessen der DDR-Musikkultur, sondern zeichnet auch den Weg einer Band nach, die mit ihren Texten nie bequem war. Dies führte letztlich 1975 zu ihrem Verbot. Bis heute lässt sich ihre Musik nur schwer einordnen.
Diese Art von „Rebellion“ war den Genossen ein Dorn im Auge und sorgte gleichzeitig dafür, dass sich die Band noch tiefer in die Köpfe der Jugend einbrannte. Texte wie in „Wer die Rose ehrt“ hatten einen tieferen Sinn und wurden wie Hymnen gefeiert. Am 29.04.2026 gaben Renft ihr letztes Konzert in Plauen.